بسم الله الرحمن الرحيم

Die Enzyklopädie des Tasawwuf

S

  •  

    Schahada

    Schahada

     

     

  •  

     

    Schedd

    Schedd

     

  •  

    Scheich

    [türk. Şeyh]

     

    (sing.) Der Scheich, (pl.) die Scheiche

     

    Dieser Begriff bedeutet wörtlich "alt".
    Als Sufi-Terminus ist jedoch nicht das biologische Alter, sondern die geistige Reife, d.h. das geistige Alter des Menschen gemeint. Es entspricht also dem persichen Begriff "Pir".

     

    Siehe auch unter: Pir | Tariqa | Turuq

     

  •  

    Scheicha

    [türk. Şeyha]

     

    (sing.) Die Scheicha, (pl.) die Scheichas

     

    Weibliche Form von Scheich. Zu allen Zeiten gab es in den meisten Sufigemeinschaften, sing. Tariqa, plural. Turuq, auch immer Frauen als Lehrerin bzw. Scheicha.

     

    Siehe auch unter: Pir | Tariqa | Turuq | Scheich

  •  

    Scheichat

    [S] Scheichat

     

    (sing.) Das Scheichat, (pl.) die Scheichate

     

    Amt bzw. Amtssitz eines Scheiches.

     

    Siehe auch unter: Scheich | Scheicha

  •  

    Schems-i Täbrizi

    Schems-i Täbrizi

     

     

  •  

    Sedschere

    [türk. Şecere]

     

    Die Schedschere

     

    Dieses Wort bedeutet Baum bzw. Stammbaum. Hiermit wird auch der geistige Stammbaum der Sufiorden [sing. tariqa, pl.Turuq] benannt.

     

    Siehe auch unter: Silsile - Silsila | Tariqa | Turuq

     

  •  

    Sefine

    [türk. Sefine]

     

    Kurzform des Buchtitels:
    Sefine-i nefise-i Mevlevîyân
    (Das schöne Schiff der Mevlevîs)

     

    Verfasser: Sâkib Dede
    gedruckt: Kairo/Ägypten Matbaa-i vahiyya.
    1283 Hidschrî =1867 Milâdî

     

    Dieses osmanische Werk enthält biographische Abrisse von Angehörigen des Mevlevîweges mit vielen Informationen, von Hz. Mevlana beginnend bis zur Zeit der Drucklegung. Ein wichtiges Werk zur Geschichte des Mevlevîtums, siehe Abbildung.

     

  •  

    Sema

    [türk. Sema]

     

    Der Sema

     

    Bezeichnung für die "Dreh-Übung" der Mevlevî-Derwische, die Bezeichnung Tanzen oder Wirbeln ist zu oberflächlich und daher unzutreffend. Das Wort bedeutet Hören, hier ist das "innere Hören" des Menschen gemeint.

     

    Grundsätzlich ist der Sema’, d.h. das „Drehen“ ein Teil der Muqabele.

     

    Siehe auch unter: Muqabele

  •  

    Sema Dede

    [türk. Sema Dedesi]

     

    Der Semadede

     

    Bei den Mevlevis Bezeichnung für den Dede der den Sema lehrt.

     

    Siehe auch unter: Dede - Dedegân | Mevlevî | Sema

     

  •  

    Semahane

    [türk. Semahane]

     

    (sing.) Die Semahane, (pl.) die Semahanen

     

    Wörtlich: Haus (Ort) des Sema. Als Semahane wird der Raum bezeichnet, in dem die Muqabele stattfindet.

     

    Siehe auch unter: Sema

     

  •  

    Semazen

    [S] Semazen [türk. Semazen]

     

    (sing.) Der Semazen, (pl.) die Semazen

     

    Als Semazen wird der Mevlevî - derwisch bezeichnet, der den Sema ausführt.

     

    Siehe auch unter: Mevlevî | Sema | Derwisch

  •  

    Semazenbaschi

    [türk. Semazenbaşı]

     

    (sing.) Der Semazenbaschi, (pl.) die Semazenbaschi

     

    Bedeutet auf Deutsch: Der Kopf der Semazen.
    Bei den Mevlevis die Bezeichnung für den Dede der während der Mukabele die Bewegungen der Semazen überwacht und gegebenfalls korrigiert.
    Eine andere Bezeichnung ist der aus dem Persischen stammende Begriff: ->"Ser-i Semazen", welcher wörtlich ebenfalls: Kopf der Semazen bedeutet.

     

    Siehe auch unter: Dede - Dedegân | Mevlevî | Muqabele | Semazen | Ser-i semazen

  •  

    Ser-i semazen

    [türk. Ser-i Semazen]

     

    (sing.) Der Ser-i semazen, (pl.) die Ser-i semazen

     

    Dieser dem Persischen entnommene Begriff bedeutet auf Deutsch: Der Kopf der Semazen.
    Bei den Mevlevis die Bezeichnung für den Dede der während der Mukabele die Bewegungen der Semazen überwacht und gegebenfalls korrigiert.
    Eine andere osmanisch/türkische Bezeichnung ist: "Semazenbaschi", welche wörtlich ebenfalls: Kopf der Semazen bedeutet.

     

    Siehe auch unter: Dede - Dedegân | Mevlevî | Muqabele | Semazen | Semazenbaschi

     

     

     

  •  

    Ser-i tarik

    [türk. Ser-i tarik]

     

    (sing.) Der Ser-i tarik, (pl.) die Ser-i tarik

     

    Dieser dem Persischen entnommene Begriff bedeutet auf Deutsch: Der Kopf des Weges.
    Bei den Sufiorden die Bezeichnung für den Stellvertreter des Großscheichs einer Tariqa.

     

    Siehe auch unter: Großscheich | Sufiorden | Tariqa

     

  •  

    Seyyid

    Seyyid

     

     

     

  •  

    Sikke

    [türk. Sikke]

     

    (sing.) Die Sikke, (pl.) die Sikken

     

    Kopfbedeckung der Derwische aus Filz.

     

    Siehe auch unter: Külach

  •  

    Silsile - Silsila

    [türk. Silsile]

     

    (sing.) Die Silsile, (pl.) die Silsilen

     

    Das Wort Bedeutet "Kette" bzw. "das, was miteinander verbunden ist", hiermit wird die Kette der Lehrer in der Lehrtradition der Sufis bezeichnet [Affilation] eine andere Bezeichnung ist auch Schedschere arab. Baum/Stammbaum. Die Silsile oder Schedschere ist das tragende Element der Überlieferung und mit ihr wird die ungebrochene Tradition seit dem Prophetem Muhammad garantiert.
    Im folgenden werden die Silsile oder Schedschere des von Vilayat Inayât Khan geleiteten Sufiorden des Westens aufgeführt. Obwohl dort sonst der Ursprung des Sufitums im Islam bedeckt gehalten und/oder bestritten wird, zeigt die folgende Lehrerkette eine rein auf der islam.Tradition beruhende Namensreihe, beginnend bei Allah (Gott).
    Die nächste Silsile ist die der -> Halwetiyye-Dscherrahiyye - Tariqa deren "Mutterhaus" [türk. Pirevi] sich in Istanbul befindet, die hier ausgelassenen Namen sind den Angehörigen der Tariqa bekannt.

     

     

    Silsila-i Scheríf-i Inayâti 

    Die Kette der Überlieferer 
    der [ Tschischtiyya-] Inayâtiyya Tariqa

     

     

    Silsile-i Scheríf-i Halvetiyye-Dscherrâhiyye
    Die Kette der Überlieferer
    der Halvetiyye-Dscherrahiyye Tariqa

     

     

    ALLAH [Gott, der Herr der Welten]

    1. Hz. Dschibra’il  [Der Erzengel Gabriel]
    2. Hz. Muhammad M.  [Der Gesandte Gottes]
    3. Hz. Ali 
    4. Hz. Hâdsche Hassan al-Basrî 
    5. Hz. Hâdsche Abd al-Wahid bin Zayd 
    6. Hz. Hâdsche Fuzayl bin ‘Iyaz 
    7. Hz. Hâdsche Ibrahîm Adham 
    8. Hz. Hâdsche Huzayfâ Mar’ischî 
    9. Hz. Hâdsche Hubayrâ Basrî 
    10. Hz. Hâdsche Mumschâd ‘Ulû Dinwârî 
    11. Hz. Hâdsche Abû Ischaq Schâmî 
    12. Hz. Pîr Mu’in-ud-din H. Tschischtî  
      Beginn der Tschischtiyye-Linie
    13. Hz. Hâdsche Abû Muhammad Tschischtî 
    14. Hz. Hâdsche Abû Yussuf Tschischtî 
    15. Hz. Hâdsche Qutb-ud-dîn Mauwdûd Tschistî 
    16. Hz. Hâdsche Hadschî Scharîf Zindânî 
    17. Hz. Hâdsche ‘Usman Harwânî 
    18. Hz. Hâdsche Mu’in-ud-din H. S.-Adschmirî 
    19. Hz. Hâdsche Qutb-ud-dîn M. Bachtiyâr Kakî 
    20. Hz. Hâdsche Farîd-ud-dîn G. Adschhudânî 
    21. Hz. Hâdsche Nizâm-ud-dîn M. Badauwnî 
    22. Hz. Hâdsche Nâsir-ud-din Schiragh Dihlâwî 
    23. Großscheich Hz. Kamâl-ud-dîn ‘Allâma 
    24. Großscheich Hz. Sirâdsch-ud-dîn 
    25. Großscheich Hz. ‘Ilm-ud-dîn 
    26. Großscheich Hz. Mahmûd Radschân 
    27. Großscheich Hz. Dschamâl-ud-dîn Dschammân 
    28. Großscheich Hz. Hassan Muhammad 
    29. Großscheich Hz. Muhammad A’zâm 
    30. Großscheich Hz. Yahya Maidânî 
    31. Großscheich Hz. Kalim-u-llah Dschihânabâdî 
    32. Großscheich Hz. Nizâm-ud-dîn Auwrangabâdî 
    33. Großscheich Hz. Maulânâ Fachr-ud-dîn 
    34. Großscheich Hz. Ghulâm Qutb-ud-dîn 
    35. Großscheich Hz. Nasr-ud-dîn M. Kali Schâh 
    36. Großscheich Hz. Muhammad Hasan Jili Kalimi 
    37. Großscheich Hz. Abû Hashîm Maidânî 
    38. Hz. Pîr-o-Murschîd‘ Inayât Khân 
      Beginn der ‘ Inayâtiyye-Linie
    39. Hz. Pîr Wilayât ‘ Inayât Khân 
    40. .....................

     

    ALLAH [Gott, der Herr der Welten]

    1. Hz. Dschibra’il  [Der Erzengel Gabriel]
    2. Hz. Muhammad M.  [Der Gesandte Gottes]
    3. Hz. Ali 
    4. Hz. Scheich Hassan al-Basrî 
    5. Hz. Scheich Habîb al-‘Adschemî 
    6. Hz. Scheich Daud Tâ‘i 
    7. Hz. Scheich M‘arûf al-Karchî 
    8. Hz. Scheich Sirrî-s- Saqatî 
    9. Hz. Pîr Dschunaidî -l-Bagdâdî 
      Beginn der Dschunaidiyye-Linie
    10. Hz. Scheich Mumschâd ad-Dunaiwirî 
    11. Hz. Scheich Muhammad Nûrî 
    12. Hz. Scheich Muhammad Bekrî 
    13. Hz. Scheich ................................. 
    14. Hz. Scheich ‘Umar al-Bekrî 
    15. Hz. Pîr Abû Nadschîb Suhrawardî 
      Beginn der Suhrawardiyye-Linie
    16. Hz. Scheich Qutb-ud-dîn Ibharî 
    17. Hz. Scheich Rukn-ud-dîn Nahâssî 
    18. Hz. Scheich Schihâb-ud-dîn Tabrizî 
    19. Hz. Scheich Dschemâl-ud-dîn Tabrizî 
    20. Hz. Pîr Ibrahîm Zâhid Geylânî 
      Beginn der Geylâniyye-Linie
    21. Hz. Scheich Achî Muhammad 
    22. Hz. Pîr ‘Umar al-Halwetî 
      Beginn der Halwetiyye-Linie
      (AB hier führt jeder im Namen den Zusatz "Al-Halwetî")
    23. Hz. Scheich ................................. 
    24. Hz. Scheich ‘Izz-ed-în 
    25. Hz. Scheich Sadr-ud-dîn 
    26. Hz. Pîr Seyyîd Jahya 
    27. Hz. Pîr Muhammad Erzindschânî 
    28. Hz. Scheich Ibrahîm Kâmîl 
    29. Hz. Scheich ‘Alâ-ed-dîn ‘Uschâqqî 
    30. Hz. Scheich Ahmed Schems-ed-dîn 
    31. Hz. Scheich Hadschî Habîb Karamânî 
    32. Hz. Scheich Qâsim Karahisârî 
    33. Hz. Scheich Muhammad Karahisârî 
    34. Hz. Pîr Ramazan Karahisârî 
    35. Hz. Scheich ‘Alî Ar-Rûmî 
    36. Hz. Scheich Ibrahîm ibn ‘Alî Ar-Rûmî 
    37. Hz. Scheich Fâdl ‘Alî Ar-Rûmî 
    38. Hz. Scheich Dibâgh ‘Alî Leftschewî  
    39. Hz. Scheich ‘Alî Köstendilî  
    40. Hz. Pîr M. Nûr-ed-dîn Al-Dscherrâhî  
      Beginn der Dscherrâhiyye-Linie 
      (AB hier führt jeder im Namen den Zusatz "Al- Dscherrâhî")
    41. Hz. Scheich M. Hussâm-ed-dîn 
    42. Hz. Scheich Hafiz ‘Abd-ur-rahman 
    43. Hz. Scheich M. ‘Arîf Dede 
    44. Hz. Scheich ‘Abd-ul-‘azîz Zihnî 
    45. Hz. Scheich Jahja Ghâlib 
    46. Hz. Scheich M. Y. Rizâ-ud-dîn 
    47. Hz. Scheich Ibrahim Fachr-ud-dîn 
    48. Hz. Scheich M. Muzaffer [Ozak] 
    49. Hz. Scheich Sefer Muhibî [Dal] 
    50. Hz. Scheich Abdullah H. [Dornbrach]
    51. .....................

    Wie wir sehen, haben alle Sufigemeinschaften den gleichen Ursprung. In den folgenden Jahrhunderten verästelt sich der Stammbaum immer mehr. Das lag und liegt daran, das es nicht unüblich war und ist, dass ein Sufi-Scheich seinem Schüler [Murid] gestatten konnte eine eigene Nebenlinie [furu' - ] zu begründen wenn es die Umstände der Zeit und des Ortes seiner Tätigkeit es erforderlich machen. Nur mit der Erlaubnis seines Lehrers [Scheichs] war und ist dieses Vorgehen gestattet.
    Diese Nebenlinie der Tariqa trug dann in der Regel einen Namen, im Bezug zum Namen seines Begründers [Pir] stand. Wir können dies sehr gut an beiden Beispielen erkennen.

     

    Siehe auch unter: Idschasa

  •  

    Sprache

    Sprache

  •  

    Salât

    Salât

     

     

     

  •  

    Sufi

    [türk. Sufi]


    (sing.) Der Sufi, (pl.) die Sufis

    Ethymologisch gesehen, leitet sich das Wort Sûfi  von arabisch Sûf  Wolle ab und bedeutet aus Wolle oder wollen. Sich mit Wolle zu kleiden ist hier als ein Ausdruck einfacher, auf das Beispiel des Propheten  Muhammad  ausgerichteter Lebensart zu verstehen.

    Das nächste Wort, welches eigentlich den inneren Weg bezeichnet, ist tasawwuf, es wird entsprechend dem 5. Verbalstamm gebildet, d.h. Sufi wird wie ein Verb behandelt, die Tätigkeit, die Handlung ist das Fundament des Wortes. Hier kann bereits sprachlich deutlich gemacht werden, das es nicht um eine Theorie, sondern um gelebtes Leben geht.
    Also tasawwuf  und das bedeutet  Sufi werden, sich zum Sufi machen, als Bezeichnung für die sufische Lebensweise und als Prinzip aktiv davon abgeleitet mutasawwifa  das sind die Angehörigen der sufischen Lebensgemeinschaft, diejenigen, die zu Sufis werden.
    Der Begriff  As-sufiyya  welcher in etwa dem im deutschen gebräuchlichem Wort  Sufitum entspricht, bezeichnet dem gegenüber mehr die Lehrgebäude der verschiedenen Schulen.
    Das Wort Sufismus ist hier eigentlich nicht zu verwenden.
    Hiermit kann die Ableitung des Wortes Sufi von Safa , Suffa, Sophia etc. als unstimmig betrachtet werden. Obwohl das Wort Safa, wie wir noch sehen werden, ein Bestandteil des Wortes Sufi, als "Schlüsselbegriff", ist. Möglicherweise läßt sich die irrtümliche Annahme "Sufi" leitet sich von "Safa" ab, damit begründen.

    Seit altersher haben Sufis "Schlüsselbegriffe" der Umgangssprache zur Weitervermittlung ihrer Strukturen benutzt. Das Wort Sufi ist so ein "Schlüsselbegriff" wie wir im Folgenden sehen werden.
    Hierzu zerlegen wird das Wort Sufi in seine Bestandteile die da sind:

     

    1.  der Buchstabe sâd (scharfes s) - S, 
    2.  der Buchstabe wâw - u, 
    3.  der Buchstabe fâ' - f, 
    4.  und der Buchstabe yâ' - i,(eigentlich y , hier zur Verlängerung des Vokals i)

     

     sâd steht für safâ'  das bedeutet reinigen, klar werden, hier steht es für eine klare innere sowie äußere Ausrichtung. Im Sinne von: Von Gott - zu Gott.
     wâw steht für wafâ'  das bedeutet einlösen, erfüllen, einhalten, hier steht es für das Einlösen der Verpflichtungen des Menschen gegenüber sich selbst und Gott.
     fâ' steht für fanâ'  das Bedeutet "Entwerdung als Umwandlung der Bezugsebene" und ist als ein "innerer", den ganzen Menschen in Anspruch nehmender, Prozeß zu Verstehen.
     yâ' steht für yaqîn  das Bedeutet Gewißheit.

    Fassen wir das ganze zusammen, ergibt sich folgendes:
    Ein Sufi ist kein Gottessucher!
    Der Mensch wendet sich Gott in einem Zustand innerer Klarheit und Ausrichtung zu.
    In dieser inneren Klarheit und Ausrichtung erkennt er die Verpflichtungen, die er gegenüber sich und Gott hat.
    Auf der Grundlage der erkannten Verpflichtung gegenüber sich selbst und Gott, Beginnt er sein Handeln und Denken dem Willen Gottes unterzuordnen. Das heißt er befolgt die "äußeren" Regeln und Vorschriften, in denen sich der Wille Gottes ausdrückt. In dem Maße, in dem er sie verinnerlicht, gepaart mit Erfahrung und Erkenntnis, überwindet er die "äußere" Form und die Regel bzw. das Dogma hören auf solches zu sein. Daß ist damit auch gemeint, wenn einige Sufilehrer von der Überwindung der Form sprechen.
    Durch diesen Prozess gewinnt der Mensch eine absolute Gewißheit um bzw. über seine Existenz darüber hinaus über die gesammte Schöpfung.
    Dieser Prozess kann auch in folgende Bewußtseinsebenen unterteilt werden,

     

    • Subjektives Bewußtsein
    • Globales Bewußtsein
    • Universelles Bewußtsein

     

    Aus all den bisherigen Ausführungen ergibt sich folgende Antwort auf die Frage: Was ist ein Sufi? 
    Ein Sufi ist ein Mensch der Gewißheit!!!
    Und noch etwas - nicht die Religion oder das Bekenntnis ist universell sondern der Mensch erkennt seine eigene Universalität durch das Bekenntnis bzw. das Bekennen ohne wenn und aber!

     

    Siehe auch unter: Muhammad | Tasawwuf

     

     

  •  

    Sufidance

    [S] Sufidance

     

    Unter den Begriffen Sufitanz oder Sufidance werden eine Reihe von, mit Verlaub gesagt, "Merkwürdigkeiten" angeboten, die dem traditionellen Sufitum absolut fremd sind, und in diesem Sinne keinerlei Bedeutung haben.
    Die bei den Sufis in Anwendung kommenden Bewegungsabläufe als Tänze zu betrachten ist ein absolutes Verkennen von deren Sinn und Bedeutung.

     

    Siehe auch unter: Muqabele | Sema

  •  

    Sufiorden

    [türk. Tarikat]

     

    (sing.) Der Sufiorden, (pl.) die Sufiorden

     

    Siehe auch unter: Großscheich | Tariqa

     

     

     

  •  

    Sunnah

    [arab. Sunnah, ‏سنة ]

     

    Die Sunnah bedeutet überlieferte Handlungsweise, Brauch und steht für die Überlieferung der Handlungsweise unseres Propheten Muhammad (saws). Die Grundlage dafür bilden die Hadithe (Überlieferungen).

     

    Siehe auch unter: Muhammad

     

     

  •