بسم الله الرحمن الرحيم
Die Enzyklopädie des Tasawwuf
M
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Makâm
[türk. Makam], (osm.) Makam
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Makâm Tschelebi

[türk. Makam Çelebi], (osm.) Makam Çelebi
Als Makam Tschelebi wird das jeweilige Oberhaupt der Mevlevis bezeichnet.
Wurde einer zum Makam Tschelebî gewählt, so wurde für ihn ein Siegel [mühür] geschnitten.
Nebenstehende Abbildung zeigt das Siegel des letzten Makam Tschelebis in Konya, Abdulhalim II. Tschelebi, welches zu seinem Amtsantritt 1325 H. =1908 M. geschnitten wurde.
Inschrift: Abd-ul-halim (i)bin Hazreti Mevlana / Abdu-ul-Halim Sohn des Hz. Mevlana.Siehe auch unter: Großscheich
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Mascha

[türk. Maşa]
Dieser Begriff bedeutet "Zange", kilifli Mascha bedeutet "Zange mit Futteral".
Bei den Mevlevîs ist diese Zangenart das Zeichen des Bazardschi Dede. Er ist der für die Einkäufe des Konvents zuständigen Derwisch. Verließ der Derwisch den Konvent, um die Einkäufe zu tätigen, so wurde die "Zange" für alle sichtbar in den Gürtel gesteckt. Das hatte zur Folge, dass die Händler den Derwisch in seiner Aufgabe erkannten, die Waren etwas preisgünstiger abgaben und der Dede nicht aufgehalten wurde. So konnte er schnell seine Einkäufe erledigen und umgehend zum Konvent zurückkehren.
1 = Zange mit Futteral
2 = Zange ohne Futteral
3 = Zange Seitenansicht
a = Futteral
b = Stift zur Befestigung der Öse [c]
c = Öse
d = Griff
e = Gewinde
f = Zange
Zange
kilifli Mascha

Griff -
Matbah

[türk. Matbah / Mutbak], (arab.) Matbah / Mutbak
Als Matbah, (Matbach gesprochen,) wird die Küche bei den Mevlevîs bezeichnet. Das Wort wird vom arabischen Verb "tabaha" abgeleitet. Das heisst auf Deutsch "kochen".
Siehe auch unter: Mevlevî
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Matbah Dschan

[türk. Matbah Canı], (osm.) Matbah Canı
Matbah Dschan, Matbach gesprochen.
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Matbah-i scherîf
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Mazhar

[türk. Mazhar]
Große Rahmentrommel ohne Schellen [türk. Zil]
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Menakib

[M] Menakib
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Meschihat

[türk. Meşihat]
Als Meschihat wird das Amt und die Tätigkeit des Scheichs bzw. der Amtsitz des Groß-Scheichs einer Tariqa bezeichnet.
Bei den Mevlevîs ist es das Amt des Makâm Tschelebîs der auch als Postnischin, Leiter, des Mutterhauses, der Mevlevi-Tariqa tätig ist. -
Mevlevî

[türk. Mevlevî], (osm.) مولوى (arab.) مولوى (pers.) مولوى
der Mevlevî / die Mevlevîs
Als Mevlevî, Mewlewi gesprochen, [arab. Maulawî] werden alle Angehörigen des Mevlevîweges -> [Tariqa] bezeichnet.
Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung leitet sich das Wort nicht von Maulana [Mevlana], d.h. unserer Herr, ab, sondern das Wort wird vom arabischen "maula", d.h. Herr (Gott) abgeleitet.
Es gibt verschiedene Grade in der Rangordnung des Mevlevîs:-> Muhib
-> Murid - Nevniyaz
-> Dede
-> Scheich
-> TschelebiSiehe auch unter: Dede - Dedegân | Muhib | Murid | Nevniyaz | Scheich | Tariqa | Tschelebi
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Mevlevihane

[türk. Mevlevihane], (osm.) مولويخاته (arab.) دار المولوي (pers.) مولويخاته
die Mevlevihane - die Mevlevihanen
Das Wort wird Mewlewihane, das e nur kurz betont, ausgesprochen.
Als Mevlevîhâne werden alle Versammlungshäuser der Mevlevîs Bezeichnet. Ein anderer allgemein gebräuchlicher "Sammelbegriff" ist Tekke oder Tekkiye. Die Küche (matbah) ist immer der zentrale Ort einer Mevlevîhâne!
Es gibt vier Größenordnungen:1 - Asitane
2 - Dergah
3 - Zawiye
4 - Menzil1. Asitane, großer Konvent.
Als Asitane wird wird auch das "Mutterhaus" in Konya/Türkei mit dem Grab von Hz. Pir Muhammad Dschelaleddin Rumi[ks] bezeichnet. Eine andere Bezeichnung ist: Asitane-i Hüdavendigâr. Die Bezeichnung Dergâh oder Dergâh-i Scherif ist aber allgemein bekannter.
In der Asitane, dem Mutterhaus, versieht der Tschelebei Efendi sein Amt, er ist die höchste Autorität, er gebietet über die Gemeinschaft, ihm obliegt die zentrale Leitung und Verwaltung der Gemeinschaft, und jeder ist ihm ausnahmslos zu absolutem Gehorsam verpflichtet.2. Dergah, pers.= Ort der Pforte (Tür), wurde im Laufe der Jahrhundete zeitweise jedoch auch als Asitane bezeichnet.
Konvent, welcher in der Größenordnung nach der Asitane, kommt. Ein Dergah ist immer ein Gebäudekomplexs, der alle Bau- und Bestandteile die für den Lehr- und Lernbetrieb innerhalb des Mevlevîweges notwendig sind enthält.
Dies sind wie folgt:das Mausoleum (Türbe)
der Gebetsraum (Mescid)
der Raum für den Zikr bzw. Sema (Semahane) {manchmal mit dem Gebetsraum identisch}
die Küche (Matbah)
die Wohnräume für die Derwische (Hücreler)
der Empfangsraum (Selamlik/Sohbethane)
der Meydan (Raum für besondere Anläße)Im Dergah, wird das Noviziat (Tschile) absolviert, der -> Sema geübt, gewohnt, gelebt, gelehrt und gelernt.
Im allgemeinen wurden die Dergahe außerhalb der Ortschaften errichtet und waren als geschlossene Anlagen gebaut. Als die Orte größer wurden, gerieten sie im Lauf der Zeit in deren Mitte.
Die Leitung der Dergâh obliegt einem von Amt des Tschelebis eingesetzten Scheich, der das Amt des Postnischin inne hat.3. Zawiye ( Z weich gesprochen, wie in singen) d.h. "Ecke".
So wird eine kleine Anlage bezeichnet, in der -> Derwische leben, jedoch keine Ausbildung stattfindet. Der Sema wird jedoch auch hier regelmäßig an den dafür vorgesehenen Tagen aus- bzw. durchgeführt. Oft befindet sich in, oder in der Nähe, einer Zawiye das -> Grab [Makâm] einen bekannten Mevlevî-Derwisches. So zum Beispiel die -> Schems-i Täbrizi Zawiye in Konya.
Die Leitung der Zawiye obliegt einem von Amt des Tschelebis eingesetzten Scheich, der das Amt des Postnischin inne hat.4. Menzil (Z weich gesprochen, wie in singen) d.h. "Ort/Wohnort".
So werden alle Versammlungsorte genannt, die nicht in die zuvor aufgeführten Kategorien fallen. Die Leitung des Menzils obliegt einem von Amt des Tschelebis eingesetzten Dede, der das Amt des Rehbers, d.h. "der Wegweiser", inne hat.
Siehe auch unter: Makâm | Nevniyaz | Sema | Grab | Schems-i Täbrizi | Zikr
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Mevleviyye
Name der Mevlevi - Tariqa.
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Meydandschi

[türk. Meydancı]
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Mission
[M] Mission
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Muhammad
[M] Muhammad
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Muhib

[türk. Muhib]
Der Muhib / die Muhibe
Als Muhib wird bei den Mevlevîs der Freund des Weges bezeichnet. Die weibl. Form ist Muhiba. Das Wort wird vom arabischen Verb "habba" abgeleitet. Das heisst auf Deutsch "lieben, gern mögen".
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Muhiba

[türk. Muhibe]
Als Muhiba wird bei den Mevlevîs die Freundin des Weges bezeichnet. Die mänl. Form ist Muhib. Das Wort wird vom arabischen Verb "habba" abgeleitet. Das heisst auf Deutsch "lieben, gern mögen".
Siehe auch unter: Mevlevî | Muhib
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Muhit-i nefsiyye
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Muqabele

[türk. Mukabele]
Das Muqabele genannte Ritual, bzw. eine Form des Zikrs, des Gottesgedenklen, der Mevlevi-Derwische ist ein „Auferstehungsritus“ und hat mit den Planeten und Himmelsbewegungen nichts zu tun, hier findet eine Verwechslung mit dem Semâh der Aleviten statt.
Die Muqabele beginnt indem der leitendene Scheich mit der flachen Hand, ya Allah sagend, auf den Boden schlägt. Dies symbolisiert das blasen der Sûr, d.h. der Posaune am Tag der Auferstehung.
Die an der Muqabele teilnehmenden Derwische erheben sich und legen ihre Hirka, ihren Mantel, ab, d.h. sie erheben sich aus den Gräbern.
Dann beginnt devr-i Veled, d.h. der dreimalige Umlauf in der Semahane, dieser dreimalige Umlauf steht in der Bedeutung der drei Stufen der Gewissheit, yaqîn:
1. ilm-ul.yakîn – die Gewissheit duch die mündliche Überlieferung,
2. ayn-ul yakîn – die Gewissheit durch das eigene Wahrnehmen,
3. haqq-ul-yakîn – die Gewissheit durch das eigene Erleben, Erfahrung.
Dies ist die Grundlage des Seyr-u suluk. d.h. des Weges. Nach dem devr-i Veled beginnen die vier Selâm genannten Teile sie werden musikalisch und mit Texten aus dem Divân-i Schems etc. begleitet, zwischen den einzelnen Selam unterbricht die Musik und der Leiter, Scheich, spricht einige Gebete, bzw. rezitiert aus dem Qurân.
Die vier selâms stehen für:
1. Scheriat – Nafs-i ammara
2. Tariqat - Nafs-i lawwama
3. Hakikkat - Nafs-i mulhimma
4. Ma’rifet - Nafs-i mutma’inna
In der 4. Stufe erreichen sie die Pforte der göttlichen Bahrmherzigkeit, bâb-i rahma oder bab-i rida, und folgen dem Ruf: irdschi’i ila rabuka (qurân) „Kehre zurück zu deinem Herrn“.
Damit hat der Derwisch, symbolisch gesehen, sein Ziel erreicht. Dies nur eine sehr kurze Beschreibung der Muqabala. Inschaallah wird sie noch erweitert.
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Murid
[türk. Mürid], (osm.) Mürid
Als Murid wird der Schüler eines -> Sufîscheichs bezeichnet, die weibl. Form ist "Murida". Das Wort wird vom arabischen Verb "râda" abgeleitet. Das heißt auf Deutsch "wollen" bzw. auch "forschen, nach etwas suchen".
Dieses Wort beinhaltet bereits die zwei Eigenschaften, die einen Murid auszeichnen. -
Murida
[türk. Müride], (osm.) Müride
Als Murida wird die Schülerin einer (Sufî-)Scheicha oder auch eines Scheichs bezeichnet, die mänl. Form ist "Murid". Das Wort wird vom arabischen Verb "râda" abgeleitet. Das heisst auf Deutsch "wollen" bzw. auch "forschen, nach etwas suchen".
Dieses Wort beinhaltet bereits die zwei Eigenschaften, die eine Murida auszeichnen. -
Murschîd
[türk. Mürsid], (osm.) Murschid (arab.) Murschid
der Murschid / die Murschide
Dieser Begriff leitet sich von der arabischen Wuzel "raschada" ab und bezeichnet den Lehrer auf dem Sufipfad, er ist derjenige, "der-die-Rechtleitung-gibt".
Die weibliche Form ist Murschîda.
[wird noch erweitert]
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Musik
[M] Musik
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Muslim
[M] Muslim [türk. Müslim / Müsliman]
(osm.) Müslim / MüslimanDer Muslim / die Muslime
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Muslima
[türk. Müslime], (osm.) Müslime
Die Muslima / die Muslimas
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Mutrib
[M] Mutrib


