بسم الله الرحمن الرحيم

Die Enzyklopädie des Tasawwuf

A

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    Die Absicht

    ist ein Lernhilfsmittel.

    Die Klarheit über die Absichten im eigenen Handeln sind für den Schüler des Weges von hervorragender Bedeutung. Sie helfen ihm, im Alltag mit sich selbst in Verbindung zu bleiben.

    Praktisch sieht es so aus, dass vor jeder Tat die Absicht dazu formuliert wird: "Ich/Wir beabsichtige/n zum Wohlgefallen Gottes ............. zu tun." Die anschliessende Handlung wird mit der -> Basmala d.h. mit der Formel "Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim" eingeleitet.

    Dieses Aussprechen der Absicht bedeutet auch vor jeder Handlung inne zu halten und sich bewusst zu machen, was man zu tun beabsichtigt und zu überprüfen, ob das Beabsichtigte zum Wohlgefallen Gottes gereicht.

    Die Handlungen sollen also nicht spontan und "aus dem Bauch heraus", sondern wohl überlegt in ihren Konsequenzen erfolgen.

    Der Gesandte Gottes, Muhammad [saws], sagte: "Die Absicht ist die Hälfte der Tat". Das hat in bestimmten Fällen rechtliche Konsequenzen: alle Handlungen, zu denen ein Muslim verpflichtet ist, wie z.B. das Ritualgebet oder das Fasten, gelten als nicht vollzogen, wenn die Formulierung der Absicht unterlassen wurde.

    Weiterhin ermöglicht die Absichtserklärung in bestimmten Fällen Erleichterungen. Wenn z.B. jemand eine Reise unternehmen möchte und die Absicht dazu formuliert, hat er während der Reisedauer gewisse Erleichterungen im Ritualgebet.

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    Adab

    türk. Edeb

     

    Adab ist der Sammelbegriff für die "erziehenden" Verhaltensweisen, d.h. der Murid übt sich in bestimmtem, vorgegebenen Verhalten, um seinen Bewußseinszustand [Selbst] zu erkennen und zu klären.

    mehr…

     

    Siehe auch unter: Edeb

     

     

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    Affilation

    türk. Silsile

     

    Bedeutet die Lehrerkette eines Sufiordens, über die die geistige Karft (Baraqa) weitergegeben wird. Der Terminus technicus ist -> Silsile.

     

    Siehe auch unter: Silsile - Silsila

     

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    Agâch

    türk. Agâh

     

    Der Zustand des wachen Bewußtseins, der Weckruf in der Mevlevîhâne "Agach ol" bedeutet also "komme zu dir".

     

     

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    alastu [türk. elestu]

    "Alastu" bedeutet auf Deutsch "Bin ich nicht?". Bezieht sich auf Kuran 7:172, wo Gott an die "Seelen" [Arwah] der Menschen die Frage stellte "alastu bi-rabbikun?", "Bin ich nicht euer Herr?".

    Mit diesen Worten "alastu" beginnt der sogenannte Urvertrag zwischen Gott und den Menschen. In diesem Bund haben alle Menschen vor der Zeit ihrer Verkörperung Gottes Herrschaft anerkannt und daraus leiten die Sufis ab, dass jede "Seele" ihren Herrn kennt wenn sie sich nur tief genug erinnert.

    Die Erinnerung ist aber nur dann erreichbar, wenn die ganze irdische Existenz durchlichtet ist, d.h. wenn der Mensch innerlich soweit gereinigt ist, dass er mit dem Teil seiner Selbst, der damals den Bund mit Gott geschlossen hat, wieder in Kontakt treten kann.

    Weitere Ausführungen unter: -> belâ.

     

    Siehe auch unter: arwach | belâ

     

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    Abdulqadir al-Geylani [qs.]

    Abdulqadir al-Geylani [qs.]

     

    ( arabisch ‏عبد القادر الجيلاني‎ ) geboren 1088 in der Provinz Gilan (Iran), gestorben 1166 in Bagdad und Gründer der Qadiri-Tariqa

     

     
     

    19 Unterweisungen

    des Abdulqadir al-Geylani

    Deutsch von A.H. Dornbrach, vorgelesen von L.Harder

    Hörbuch 2CD´s Spieldauer: 1:50:98

     

    Hörprobe:

    Die 1. Unterweisung-Über das Erwerben von Wissen

     

    Inhaltsverzeichniss:

    CD1
    1.Unterweisung-Über das Erwerben von Wissen
    2.Unterweisung-Über die Annahme der Ereignisse
    3.Unterweisung-Der Zustand der Gottesnähe
    4.Unterweisung-Über das rechte Verhalten im Zustand der Zurückgezogenheit
    5.Unterweisung-Über das rechte Behehmen gegenüber dem Selbst
    6.Unterweisung-Über Wissen und Handlung
    7.Unterweisung-Über die Aufrichtigkeit im Glauben und Handeln
    8.Unterweisung-Über die Hinwendung zu Gott
    9.Unterweisung-Über die Errettung aus der Nachlässigkeit

    CD2
    10.Unterweisung-Über die Geduld in allen Lebenslagen
    11.Unterweisung-Über das Verhalten im Umgang mit den Menschen
    12.Unterweisung-Über das Verlassen schlechter Freunde
    13.Unterweisung-Über die Aufforderung für den Lebensunterhalt Sorge zu tragen
    14.Unterweisung-Über das Hervorbringen und Bewahren der guten Taten
    15.Unterweisung-Über das Bittgebet
    16.Unterweisung-Über Glaube und Hingabe
    17.Unterweisung-Über die Ungerechtigkeit
    18.Unterweisung-Über das sich vor der Welt Hüten
    19.Unterweisung-Über die Dienerschaft gegenüber Gott

     

     

    Bestellungen über Mevlevihane- Bazar/ Kontakt - lieferbar ab Dezember 2010

     

     

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    Allah [türk. Allah]

    Arabisches Wort für Gott, wobei sich das islamische Gottesbild vom christlichen in wesentlichen Punkten unterscheidet.

     

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    arab. Buchstaben

    Dem Zahlwert entsprechende Aufstellung:

     

    Lf.-Nr. Buchstabe Name Wert Element
    01 alif.gif alif 1 1. e8a16a.gif
    02 ba.gif bâ' 2 1. e8a16b.gif
    03 cim.gif dschim 3 1. e8a16c.gif
    04 dal.gif dâl 4 1. e8a16d.gif
    05 h.gif hâ' 5 2. e8a16a.gif
    06 waw.gif wâw 6 2. e8a16b.gif
    07 zay.gif zây 7 2. e8a16c.gif
    08 ha.gif châ' 8 2. e8a16d.gif
    09 tta.gif ttâ' 9 3. e8a16a.gif
    10 ya.gif yâ' 10 3. e8a16b.gif
    11 kaf.gif kâf 20 3. e8a16c.gif
    12 lam.gif lâm 30 3. e8a16d.gif
    13 mim.gif mîm 40 4. e8a16a.gif
    14 nun.gif nûn 50 4. e8a16b.gif
    15 sin.gif sîn 60 4. e8a16c.gif
    16 ain.gif 'aîn 70 4. e8a16d.gif
    17 fa.gif fâ' 80 5. e8a16a.gif
    18 sad.gif sâd 90 5. e8a16b.gif
    19 qaf.gif qâf 100 5. e8a16c.gif
    20 ra.gif râ' 200 5. e8a16d.gif
    21 schin.gif schîn 300 6. e8a16a.gif
    22 ta.gif tâ' 400 6. e8a16b.gif
    23 tha.gif thâ' 500 6. e8a16c.gif
    24 cha.gif châ' 600 6. e8a16d.gif
    25 zal.gif zâl 700 7. e8a16a.gif
    26 dad.gif dâd 800 7. e8a16b.gif
    27 zza.gif zâ' 900 7. e8a16c.gif
    28 ghain.gif ghain 1000 7. e8a16d.gif
    29 lamalif.gif lamalif 0     e8a16e.gif

     

     

    Zeichenerklärung:

     

    e8a16a.gif = Feuer | e8a16b.gif = Erde | e8a16d.gif = Wasser | e8a16c.gif = Luft | e8a16e.gif = Nûr - Urenergie

     

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    Arakiye [türk. Arkiye]

    Dieser Begriff wird von dem arabischen Wort "Araq " - "Schweiß" abgeleitet. Arakiye bedeutet sinngemäß: "das, was den Schweiß aufnimmt".

    Es ist eine etwa 20 cm hohe abgerundete Filzmütze der (Mevlevî-) Derwische aus weißer Schafswolle, siehe Abb. 01. Die Arakiye wird besonders von den in der Küche -> [matbah] tätigen Derwischen getragen, welche noch nicht zum ->Sema zugelassen sind. Weiterhin ist es unter anderem eine Kopfbedeckung für die -> Muhiban (der Laiengeschwister).

    Es kam jedoch auch vor, dass sie im Alltag von Scheichen etc. getragen wurde, sie wurde dann jedoch mit einem -> Destar versehen.

    Bei den -> Dscherrahi-Derwischen gibt es ebenfalls eine Arakiye genannte Kopfbedeckung welche aus gefüttertem Leinenstoff hergestellt wird, siehe Abb.02. Der Schüler erhält sie, wenn er die vierte Stufe auf dem Weg erreicht hat.

     

    Siehe auch unter:

    Destar | Derwisch | Dscherrahi | Fahir | Külach | Matbah | Mevlevî | Muhib | Sema | Sikke | Tadsch

     

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    Arba´ain

    Arba'ain, arabisch für die Zahl 40. So wird die vierzigtägige Zeit der Zurückgezogenheit ->[Halvet] bei den Sufiorden genannt. Bei den -> Mevlevis beträgt die Zeit der Zurückgezogenheit 1001 Tag und wird als -> Tschile bezeichnet.

     

    Siehe auch unter: Halvet | Mevlevî | Tschile

     

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    Arkân

    Arkân

     

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    arwach

    arwach

     

     

    Mehrzahl von ruh [sprich: Ruch]. Die Seele, Geist, Essenz, das Feinstoffliche

     

     

    Siehe auch unter: Ruh | alastu | belâ

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    Aschk [türk. Aşk]

    Dieses Wort bedeutet wörtlich "Liebe" und wird neben dem anderen, ebenfalls dem arabischen entlehnten, Begriff für Liebe -> Hubb auch immer wörtlich übersetzt. Als Terminus technicus ist das Wort "aschk" jedoch im Sinne von "Hinwendung zu ..." zu verstehen.

     

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    Aschk geben

    türk. Aşk vermek

     

    Siehe auch unter: Sprache

     

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    Aschk nehmen

    türk. Aşk almak

     

    Siehe auch unter: Sprache

     

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    Aschk olsun

    türk. Aşk olsun

     

    Mit "Aschk olsun" begrüßen sich die Mevlevî-Derwische. Wörtlich bedeutet es "es möge Liebe sein", es ist hier jedoch immer im Sinne von "Sei hingewandt zu Gott" zu verstehen. Der Gegengruß darauf lautet "aschkinis dschemal olsun" [türk. aşkınız cemal olsun], wörtlich "Möge Eure Liebe vollkommen sein", hier jedoch im Sinne von "Möge Eure Hinwendung (zu Gott) vollkommen sein".

     

    Siehe auch unter: Sprache

     

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    Aschk-i niyâz

    türk. Aşk-i niyaz

     

    Siehe auch unter: Sprache

     

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    Aschtschibaschi

    türk. Aşçıbaşı

    Aschtschibaschi oder auch -> Ser-Tabbach [pers./arab. Ser-Tabbah] [beides bedeutet Oberkoch] ist nach dem -> Scheich bzw. -> Postnischin [in Konya war es der -> Tschelebi] der höchste Rang innerhalb der Mevlevî-Hierarchie.
    Ihm obliegt die Aufsicht über die Küche und damit auch über die Ausbildung der -> Nevniyaz d.h. der neuen Schüler.
    Er ist das Bindeglied zum Scheich bzw. dem Postnischin und ist daher der erste Ansprechpartner für die Belange der -> Tariqa bzw. der -> Tekke etc..



    Siehe auch unter:
    Konvent | Mevlevihane | Nevniyaz | Postnischinat | Scheich | Sufi

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    Aschtschibaschilik

    türk. Aşçıbaşılık

    Aschtschibaschilik, Bezeichnung für das Amt des Aschtschibaschi.

    Siehe auch unter:Aschtschibaschi

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    Âssa

    [türk. Asa]

     

    Wanderstab der -> Derwische

     

    Assa

     

    Siehe auch unter: Âssa-i Mussa

     

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    Âssa-i Mussa

    türk. Asa-i Musa

    'Âssa-i Mussa' bedeutet "der Stab von Moses". Gemeint ist damit der Hirtenstab des Propheten Moses [ra], er ist das Vorbild für die Wanderstäbe der -> Derwische.

     

    Siehe auch unter:Âssa

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    Astane

    türk. Astane (Asetane veya da Asitane)

    As(e)tane  oder auch As(e)tan  eigentlich "Schwelle oder "Eingang", bei den -> Sufis Bezeichnung für einen -> Konvent. Siehe auch unter -> Mevlevîhâne.

    Siehe auch unter:Konvent | Mevlevihane | Sufi

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    Ateschbas

    türk. Ateşbaz


    Wörtlich: der mit dem Feuer spielt.
    Ein Begriff, der im Mevlevîtum im Zusammenhang mit dem -> Koch und der -> Küche gebraucht wird.
    Beiname des am 15 Redscheb 684 H. = 17. September 1285 verstorbenen Schemseddin Jussuf ibn Isseddin. Der Überlieferung nach war er der Koch Hz. Pirs [Mevlanas].

    Siehe auch unter: Koch

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    Auliya

    [türk. Evliya]


    Pluralform des Wortes -> Weli - der Gott nahe stehende, der Gottesfreund.

    Siehe auch unter: Weli/Wali

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    Aurad

    [türk. Evrad]

    Wird (sing.) bedeutet wörtlich Wasserstelle, Tränke. Der Plural Aurâd bedeutet, die die zur Tränke kommen. Als Terminus technicus bedeutet es gewisse -> Andachtsübungen die sich aus Teilen des Kurans und Bittgebeten aus der Tradition des Propheten -> Muhammad und der -> Auliyâ zusammensetzen und die zu bestimmten Zeiten gelesen werden. In der Regel verfügt jede -> Tariqa über ein eigenes Aurâdbüchlein.
    Zu den täglichen Pflichten eines Mevlevîs gehören auch die Lesunges des Evrâds, der Evrâd setzt sich aus Teilen des Qurans und Bittgebeten ( -> Du'a) zusammen und wird in der Regel Morgens oder Abends gelesen. 

    Ein wichtiger Hinweis sei es, dass die Lesungen immer im Arabischen Orginal erfolgen müssen. Eine Übersetzung der Texte mag zum Verständnis notwendig und angebracht sein wenn man des Arabischen nicht mächtig ist, zur Lesung sind sie jedoch nicht geeignet.

    Da man den Evrâd jeden Tag liest, ist es kein Problem im Laufe der Zeit den Arabischen Text auch sprachlich-gramatisch zu erfassen.
    Es gibt drei Arten des Evrâd: die bekannten sind der "Große Evrâd" -> [Evrâd-i kebir] und der "Kleine Evrâd" -> [Evrâd-i sağîr].
    Weniger Bekannt ist der "Juwelen-Wird" -> [Wird-i sîğa], dies ist ein sehr kurzer Wird der auch einige Übungen enthält und, der insbesondere an die -> Muhibân (das sind die Laiengeschwister) vergeben wurde/wird.
    Neben dem Evrâd gibt es noch eine Reihe von (Bitt-)Gebete die zu verschiedenen Anlässen gelesen werden und zum größten Teil der Sunnah unseres Prophetem Muhammad [savs] entlehnt sind.
    Weiterhin findet noch eine Reihe -> Gülbang (Rosenstimme;) genannter Gebet ihre Verwendung. So gibt es zum Beispiel das Gülbang-i taam (Gebet der Speise), es ist ein Gebet welches während der Zubereitung der Speise über die Kochtöpfe etc. gesprochen wird. Erstens um des Segen (Baraka) der Speise zu steigern und sie zugleich von negativen Schwingungen zu reinigen. Dieses Gebet darf nur von dem als -> Aschtschibaschi (Oberkoch) fungierenden -> Dede (Derwisch) gesprochen werden.
    Ein anderes Gebet ist das Gülbang-i sefer eine Art Reisegebet welches von dem Derwisch vor Antritt der Reise gesprochen wird nachdem er das übliche aus zwei Gebetseinheiten ->  (raqa'a/rekat) -> (niya/niyet) zur Reise gefaßt hat. Für den Derwisch ist wichtig vor allen Tätigkeiten eine entsprechende -> Absicht zu fassen. Erstens als Übung der Aufmersamkeit, zweitens als Möglichkeit die Tragweite der Handlung zu überdenken und letztendlich darin der -> Sunnah (der Lebensweise des Propheten -> Muhammad) zu folgen.

     

    Aurad1 Aurad2
    Mevlevî-Evrad
    Gedruckt am 7. dhu-hidscha 1302 H. = 16. Sept. 1885 M. in der Osmanischen Druckerei [matbaa-i Osmaniyye] in Istanbul, herausgegeben von dem Imam und Prediger der Mevlevîhâne von Kreta (Girid).
    Mevlevî-Evrad
    Ausgabe von 1282 H =1866 M, Steindruck, Druckerei des Bosnevi Hadsch Muhammad Efendi, Istanbul. Kalligraph [hattat] Mustafa Rakim Efendi.

     

    Aurad3

     

    Aurad4
    Mevlevî-Evrad
    Gedruckt nach einer Handschrift des Scheichs der Yenikapi [Bâb-i cedid] Mevlevîhâne in Istanbul, Osman Salah-ud-din el-mevlevi ibn (Sohn des) Nasr Abd-ul-Bâkî Dede im Jahre 1299 H. = 1882 M..
    Mevlevî-Wird
    Wird-i Sigha, der "Juwelen-Wird", gedruckt im Jahre 1378 H. = 1956 M. in der 'Arabiyya Druckerei in Aleppo in Syrien.

    Siehe auch unter:
    Auliya | Gülbang | Muhib | Raka´a | Tariqa | Muhammad | Sunnah | Niya/Niyet
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    Awam

    [türk. Avâm]

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    Ayakdschi

    [türk. Ayakçı]

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    Âyin

    [türk. Ayın]

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    Âyinhan

    [türk. Ayınhân]

     

    Die Sänger des Mutrib genannte Orchester einer Mevlevihane.

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    Âyin_i dschem

    [türk. Ayın-ı cem]

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    Âyin_i qadîm

    [türk. Âyın-ı kadîm]

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    Âyin_i scherîf

    [türk. Ayin-i şerif]

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    Azan

    [türk. Ezan]

     

    (sing.) Der Azan, (pl.) die Azane

     

    Azan, Athan, ist der Ruf zum Ritualgebet, (-> Salât) abgeleitet von der arabischen Verbform "azina" d.h. hören, hinhören.

    Der Mensch soll die Stimme des -> Muezzin hören und dann die Einladung zum Gebet annehmen.

    Dieses Hinhören auf den Azan geht soweit, dass man alle Arbeit und die Gespräche ruhen lässt, während der Ruf ertönt.

    Diese Art, zum -> Gebet zu rufen wurde bereits zu Lebzeiten des Propheten -> Muhammad eingeführt.

    Einer seiner -> Gefolgsleute hatte im Traum den ersten Azan gehört und lehrte ihn dann im Auftrag des Propheten Bilâl, dem ersten Muezzin der Muslime in -> Medina. Bilâl war bekannt für seine kräftige und schöne Stimme.

    Es sollte immer darauf Wert gelegt werden, das der Azan wohltönend und einladend klingt.

     

    Siehe auch unter: Salât | Gebet | Muhammad |